Saisonrückblick zum Spieljahr 2017/18 der 1. Frauenmannschaft

Kategorie: 1. Frauen
Erstellt am Donnerstag, 03. Mai 2018

Nachdem zum Ende der letzten Saison einige langjährige und verdiente Rückmarsdorfer Spielerinnen aus verschiedensten Gründen ihre Handballschuhe an den Nagel gehangen hatten und die zweite Mannschaft des SC Markranstädt Verbandsligameister geworden war, beim SCM (aus hier nicht näher zu erörternden Gründen) aber nicht bleiben wollte, wurde das Projekt angegangen, beide Mannschaften zu vereinen und damit auch eine noch schlagkräftigere 1. Mannschaft für die Sachsenliga zu formen. Im Sommertrainingslager sollte sich dann langsam herauskristallisieren, welche Mädels in der ersten und welche in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen sollten. Natürlich gab es verständlicherweise zunächst hier und da unzufriedene Gesichter, aber so nach und nach fanden sich die Teams unter der Leitung von Frank Eichardt und Jens Freistedt (1. Mannschaft) und Frank Burgmann (2. Mannschaft).

Schließlich ging dann die Saison 17/18 mit der Zielstellung los, zumindest mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben, vielleicht sogar einen Rang in der oberen Tabellenhälfte zu belegen. Die Mädels ließen gleich mit einem überaus deutlichen Sieg gegen die zweite Vertretung des HV Chemnitz (33:11) aufhorchen. In der Hinspielserie waren gerade zu Beginn indes einige Leistungsschwankungen – auch aufgrund anfangs noch fehlender Spielerinnen – zu verzeichnen; erinnert sei in diesem Zusammenhang nur an die mit 16:30 deutlichste Klatsche der gesamten Saison beim HSV Marienberg. Doch danach stabilisierte sich die Mannschaft; u.a. konnten mit jeweils 10 Toren klare Heimsiege gegen den SC Markranstädt, den HC Leipzig II und den SV 04 Plauen-Oberlosa erzielt werden. Die 24:27-Niederlage in Döbeln war zwar ärgerlich, wog aber nicht so schwer, wie die 22:24-Schlappe gegen den bis dahin noch ohne Pluspunkt gewesenen HC Glauchau/Meerane. Am Ende der Hinserie hatten wir somit 14:8 Punkte und belegten einen überaus ansehnlichen 3. Rang in der Tabelle. Man muss konstatieren, dass das Ergebnis angesichts der für alle Beteiligten neuen Situation mehr als ordentlich war und sich sowohl die Mädels als auch das Trainerteam untereinander recht gut gefunden hatten. Dies ließ für die Rückrunde hoffen, sollte man doch dann schon wesentlich eingespielter sein.

Das Jahr 2018 verlief dann noch erfolgreicher für die Mädels. Wir verloren hier nur noch 2 Auswärtsspiele, nämlich gegen den HC Leipzig II (24:27) und (völlig unnötig!) gegen den SC Markranstädt (19:20). Bemerkenswert war zudem unsere Heimstärke, blieben wir doch zu Hause die gesamte Saison über ohne jeden Punktverlust!

So standen wir am Ende der Saison mit 32:12 Punkten auf einem spitzenmäßigen und vorher nie zu erwartenden zweiten Platz – nur einen Punkt hinter dem neuen Sachsenmeister HSG Neudorf/Döbeln - und konnten am 22.04.2018 den Vizemeistertitel gebührend feiern. Da wir als einziges Sachsenligateam für die Mitteldeutsche Oberliga gemeldet hatten, bestand damit sogar (ob mit oder ohne Relegation sollte sich noch zeigen) die mehr als naheliegende Möglichkeit, in die 4. Liga aufzusteigen! Zwar verzichtete der Mitteldeutsche Meister (HC Burgenland) auf sein Aufstiegsrecht zur 3. Liga; dieses nahm dafür aber der Zweitplatzierte THC II war. Damit hing die Frage, ob eine Relegation der Aufstiegsberechtigten aus den drei Mitteldeutschen Ländern (HSV Apolda, Dessau-Roßlauer HV und wir) nötig würde, allein davon ab, ob der HV Chemnitz seine (Abstiegs-)Relegation gegen die TS Herzogenaurach gewinnt oder nicht. Bleibt er drittklassig gäbe es drei Aufsteiger in die MDOL, falls nicht, stünden nur zwei Plätze zur Verfügung. Das Hinspiel konnten die Chemnitzerinnen am 28.04.2018 auswärts mit 24:26 gewinnen. Das am 01.05.2018 stattgefundene Rückspiel endete in einer an Spannung kaum zu überbietenden Partie zwar 16:17 für den Gegner, was den Chemnitzerinnen aber genügte. Damit verblieb der HVC in der 3. Liga und wir sind – wenn nicht noch irgendwas Unvorhergesehenes dazwischen kommt - ohne Relegation aufgestiegen!

Zusammenfassend kann man also mit Fug und Recht sagen, dass das Projekt "Aus zwei mach eins" als absolut gelungen bezeichnet werden kann. Daran haben alle gleichermaßen ihren Anteil, egal ob es die Vereinsverantwortlichen, Sponsoren, Spielerinnen, Trainer oder Fans waren; alle zogen am gleichen Strang und ermöglichten so – sportlich, organisatorisch und finanziell – den vor der Saison nicht für möglich gehaltenen Aufstieg in die 4. Liga. Ein Dank geht schließlich noch sowohl an die fleißigen Helfer/-innen am Kampfgerichtstisch als auch an die aus der zweiten Mannschaft ab und an aushelfenden Spielerinnen.

Auf ein neues und erfolgreiches Spieljahr 2018/2019! Dort kann das Ziel nur sein zu versuchen, die Klasse zu halten. Das allein wird angesichts der dort etablierten Mannschaften schwer genug.

Hier noch ein paar statistische Daten:

Die HSG erzielte insgesamt 601 Tore (damit die drittmeisten und im Durchschnitt also 27,3 pro Spiel), fing aber nur 476 Tore (21,6 pro Spiel) und damit mit großem Abstand (fast 70 Tore vor dem Zweitbesten) die wenigsten aller Teams (Tordifferenz: + 125!). Dies zeigt unsere Abwehrstärke, wenngleich wir mit insgesamt 99 Zeitstrafen (4,5 pro Spiel!) die zweitmeisten von allen Mannschaften erhalten haben. 16 Siege stehen nur 6 Niederlagen gegenüber. Den höchsten Sieg feierten wir mit 33:11 gegen Chemnitz. Die meisten Tore in einem Spiel warfen wir mit 39 gegen Bischofswerda, die wenigsten gegen den HSV Marienberg (16), wo wir – allerdings personell arg gebeutelt - mit 16:30 auch die krachendste Niederlage einstecken mussten. Für die HSG erzielte Saskia die meisten Tore (100), gefolgt von Rado (84) und Lolo (70). Vom Punkt war ebenfalls Saskia die Beste mit 30 verwandelten 7m (Quote: ca. 80 %).

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